Ratgeber · Produktion
Die naheliegendste Sparmaßnahme bei einem Drehtag ist, die zweite Person wegzulassen. Sie ist auch die folgenreichste, und man merkt es erst im Schnitt.
Ein EB-Team ist die kleine Dreheinheit für Aufnahmen vor Ort, in der klassischen Besetzung zwei Personen: eine für die Kamera, eine für den Ton. Die Abkürzung steht für elektronische Berichterstattung und stammt aus dem Fernsehen. Bei größeren Produktionen kommt eine dritte Person für Interviews und Ablauf dazu.
Ein Videojournalist mit Basisausrüstung beginnt bei etwa 600 Euro pro Drehtag, ein Zweierteam aus Kamera und Ton liegt zwischen 900 und 1.400 Euro. Regionale Übersichten nennen Spannen von 800 bis 2.500 Euro. Entscheidend für den Vergleich ist, ob Technik im Preis enthalten ist oder nur Arbeitszeit.
Überall dort, wo jemand spricht und es gleichzeitig laut ist, ja. Eine Person kann Bild und Ton nicht gleichzeitig genau kontrollieren, und ein Tonproblem fällt oft erst im Schnitt auf. Für Aufnahmen ohne Sprache oder in ruhiger Umgebung reicht eine Person.
Beim Buchen eines Kamerateams bekommen Sie Material, bei einer Produktion einen fertigen Film. Das Team dreht, was Sie ansagen, und übergibt die Dateien. Wer ein Team bucht und einen Film erwartet, steht am Ende mit Rohmaterial da, aus dem niemand etwas baut.
Die Abkürzung stammt aus dem Fernsehen und steht für elektronische Berichterstattung. Gemeint ist die kleine, bewegliche Einheit, die vor Ort dreht, im Gegensatz zur Studioproduktion. In der klassischen Besetzung sind das zwei Personen: eine für die Kamera, eine für den Ton.
Diese zweite Person wird in Angeboten oft als Kameraassistenz geführt, was in die Irre führt. Ihre Hauptaufgabe ist der Ton, und das ist keine Nebenrolle. Sie setzt die Mikrofone, hört während der gesamten Aufnahme mit und merkt als Einzige sofort, wenn etwas nicht stimmt: ein Kabel scheuert, eine Lüftung springt an, jemand im Nebenraum telefoniert.
Bei größeren Produktionen kommt eine dritte Person dazu, im Fernsehen meist die Redaktion. Sie führt die Interviews, hält den Zeitplan und kümmert sich um die Menschen vor der Kamera. Das klingt nach Luxus und ist der Grund, warum manche Drehs in vier Stunden fertig sind und andere in acht.
Wenn Sie an einem Angebot sparen wollen, ist die Tonperson die naheliegendste Position. Sie ist auch die falscheste.
Ein Kameramann, der allein dreht, macht beides gleichzeitig: Er richtet das Bild ein, achtet auf Schärfe und Bewegung, und hört nebenbei den Ton mit. In einer ruhigen Umgebung funktioniert das. In einer Werkhalle, auf einer Baustelle oder in einem Großraumbüro nicht zuverlässig.
Der Grund ist banal: Man kann nicht zwei Dinge gleichzeitig genau kontrollieren. Und während ein unscharfes Bild sofort auffällt, hört man ein Tonproblem oft erst im Schnitt, wenn alle längst wieder an der Arbeit sind. Eine Aufnahme mit gutem Bild und unbrauchbarem Ton ist verloren, umgekehrt nicht.
Das ist der praktische Grund für die zweite Person, und er gilt unabhängig davon, wie gut die Ausrüstung ist.
Die Marktpreise sind vergleichsweise gut dokumentiert, weil viele Anbieter sie offen nennen. Ein Videojournalist, also eine Person mit Basisausrüstung, beginnt bei etwa 600 Euro pro Drehtag. Ein Zweierteam aus Kamera und Ton liegt je nach Ausrüstung zwischen 900 und 1.400 Euro, andere Anbieter nennen ab 1.000 Euro für ein Standard-EB-Team. Regionale Übersichten, etwa für Leipzig, führen eine Spanne von 800 bis 2.500 Euro.
Diese Spanne erklärt sich nicht durch unterschiedliche Gewinnmargen, sondern durch das, was mitkommt. Bei Tagessätzen lohnt deshalb immer die Rückfrage, ob es sich um die reine Arbeitszeit handelt oder ob Kamera, Optiken, Licht, Ton und Stative enthalten sind. Ein niedriger Satz ohne Technik und ein höherer mit Technik lassen sich nicht direkt vergleichen, auch wenn beide Zahlen im selben Angebot stehen.
Ebenfalls im Blick behalten sollte man, was ein Drehtag umfasst. Üblich sind acht bis zehn Stunden inklusive Auf- und Abbau. Wer um neun beginnt und um siebzehn Uhr fertig sein will, hat effektiv sechs Stunden Drehzeit, nicht acht.
Das ist die eigentliche Entscheidung hinter der Suche, und sie wird selten ausgesprochen.
Ein Kamerateam zu buchen heißt: Sie bekommen Material. Das Team kommt, dreht, was Sie ansagen, und übergibt die Dateien. Was danach passiert, machen Sie oder jemand anderes. Das ist sinnvoll, wenn Sie genau wissen, was Sie brauchen, wenn Sie eine Redaktion oder Agentur haben, die den Schnitt übernimmt, oder wenn es um Dokumentation geht, etwa bei einer Veranstaltung.
Eine Produktion zu beauftragen heißt: Sie bekommen einen Film. Konzept, Dreh, Schnitt, Fassungen. Das ist der richtige Weg, wenn am Ende etwas Bestimmtes stehen soll und der Weg dorthin offen ist.
Der häufigste Fehler liegt dazwischen: ein Kamerateam buchen und erwarten, dass am Ende ein Film herauskommt. Das Team hat dann getan, was vereinbart war, und der Auftraggeber steht mit zwei Stunden Rohmaterial da, aus dem niemand etwas baut.
Ist der Ton dabei, und wer macht ihn? Die wichtigste Frage. Wenn ein Zweierteam angeboten wird, sollte klar sein, dass die zweite Person tatsächlich Ton macht und nicht nur trägt.
Welche Technik ist enthalten? Kamera und Optiken, Licht, Funkstrecken, Stative, Recorder. Eine Liste im Angebot erspart die Diskussion vor Ort.
Wem gehört das Material? Bei reiner Teambuchung meist Ihnen, aber es steht nicht immer im Angebot. Ebenso die Frage, in welchem Format und über welchen Weg Sie es bekommen. Zwei Stunden 4K-Material sind mehrere hundert Gigabyte.
Wie lange dauert der Drehtag? Und was kostet die Überstunde, falls es länger wird.
Wer führt Regie? Bei einer reinen Teambuchung: Sie. Wenn niemand aus Ihrem Haus am Set sagt, was gebraucht wird, entsteht Material ohne Richtung.
Wer noch nie einen Drehtag begleitet hat, unterschätzt regelmäßig, wie viel Zeit auf Dinge entfällt, die nicht Drehen sind.
Ein realistischer Ablauf für einen halben Tag mit zwei Interviews und ein paar Aufnahmen im Betrieb sieht ungefähr so aus: Ankunft und Ausladen, dann eine Runde durch die Räume, um Licht und Hintergründe zu prüfen. Aufbau des ersten Setups, Mikrofon anlegen, Pegel prüfen. Das erste Interview beginnt selten sofort, weil die Person sich erst an die Situation gewöhnen muss. Danach Umbau, zweites Setup, dasselbe von vorn. Zwischendurch die Aufnahmen, die später unter die Aussagen gelegt werden.
Von sechs Stunden vor Ort sind das vielleicht zwei Stunden, in denen die Kamera tatsächlich läuft. Das ist normal und kein Zeichen von Trödelei. Wer einen Zeitplan aufstellt, sollte diese Verhältnisse kennen, sonst plant er vier Interviews an einem Vormittag und bekommt zwei brauchbare.
Räume vorher benennen. Wo soll gedreht werden, gibt es dort Steckdosen, wie laut ist es, wann ist es frei. Fünf Minuten am Telefon ersparen eine Stunde Suchen vor Ort.
Personen vorbereiten. Nicht mit Text zum Auswendiglernen, sondern mit den Fragen, die kommen. Wer weiß, worüber er sprechen soll, ist nach zwei Minuten warm. Wer überrascht wird, braucht zwanzig.
Einen Ansprechpartner benennen. Jemand, der Türen öffnet, Kollegen anspricht und entscheidet, ob eine Aufnahme so gemacht werden darf. Ohne diese Person steht das Team regelmäßig und wartet.
Kleidung erwähnen. Feine Streifen und kleine Karos flimmern auf der Kamera, reines Weiß und tiefes Schwarz sind schwierig zu belichten. Ein Satz vorab erspart, dass jemand mit dem falschen Hemd vor der Kamera steht.
Nicht jeder Dreh braucht zwei Personen. Für Aufnahmen ohne Sprache, etwa Maschinen in Bewegung, Produkte oder Räume, ist die Tonfrage gegenstandslos. Für kurze Social-Media-Formate in ruhiger Umgebung ebenfalls, dort arbeitet ohnehin fast jeder allein.
Die Grenze verläuft dort, wo jemand spricht und wo es laut ist. Sobald beides zusammenkommt, wird aus der eingesparten Position ein Risiko, das man erst im Schnitt bemerkt.
Starkefilme kommt einmal pro Quartal für einen Drehtag in deinen Betrieb, egal wo in Deutschland du bist. Aus einem Drehtag entstehen acht bis zehn fertige Videos pro Monat: kurze Formate für Social Media, längere für die Website, Clips, die in Angeboten und Kundengesprächen funktionieren. Schnitt, Untertitel und alle Formatvarianten sind dabei.
499 Euro pro Monat. Keine Vertragslaufzeit, kein Setup-Aufwand.
Unverbindlich kennenlernen →Quellen: nur-muth.com, "Kamerateam buchen und mieten, Preise (EB-Team)" (abgerufen 2026), zu Teamgrößen und Tagessätzen; kamera-team.com, "EB-Team buchen: Kameramann und Tonassistent" sowie "Der große Preisvergleich TV EB Kamera Teams" (abgerufen 2026), zu Besetzung und Rollenverteilung; wiel.org, "Kosten EB-Team Leipzig" (abgerufen 2026), zu regionalen Preisspannen; bnt-film.com, "EB-Team und Kameramann buchen" (abgerufen 2026). Die Einschätzung zur Tonperson beruht auf eigener Drehpraxis und ist als solche gekennzeichnet.