Ratgeber · Anlass Sichtbarkeit
Im April 2026 hat der Digitalverband Bitkom eine Umfrage unter 1.003 Menschen ab 16 Jahren veröffentlicht. 58 Prozent nutzen Künstliche Intelligenz, ein Drittel mindestens einmal pro Woche, und unter den Nutzern ist ChatGPT mit 71 Prozent der meistgenutzte Dienst, vor Google Gemini mit 50 und Microsoft Copilot mit 43 Prozent.
Ein Teil dieser Menschen stellt der KI dieselben Fragen, die sie früher bei Google eingetippt hätten. Welcher Betrieb in der Region kann eine Wärmepumpe in einen Altbau einbauen? Wer fertigt Blechteile in kleinen Stückzahlen? Und dann antwortet die Maschine mit drei, vier Namen. Wenn Ihrer nicht dabei ist, merken Sie das nicht. Es gibt keine Absage und keinen verlorenen Anruf, nur einen Kunden, der nie von Ihnen erfahren hat.
Die Frage, die Geschäftsführer uns inzwischen stellen, lautet deshalb: Wie kommen wir da rein? Die ehrliche Antwort beginnt mit einer Einschränkung.
Nicht garantiert. Niemand außerhalb der Anbieter steuert, welche Namen eine KI nennt, und die Antworten schwanken von Anfrage zu Anfrage. Man kann aber die Voraussetzungen verbessern: klar beschreiben, was man für wen und wo macht, und dafür sorgen, dass das an möglichst vielen Stellen im Netz steht.
Indem Sie die Fragen stellen, die Ihre Kunden stellen würden, in mehreren Formulierungen, mehrmals und in mehreren Diensten wie ChatGPT, Gemini und Copilot. Notieren Sie, wer genannt wird und mit welcher Begründung. Wiederholen Sie das alle paar Monate mit denselben Fragen.
Eine auffällige. In einer Ahrefs-Auswertung von 75.000 Marken hing die Nennung in KI-Antworten stärker mit Erwähnungen auf YouTube zusammen als mit jedem anderen gemessenen Faktor. Ahrefs betont selbst, dass das ein Zusammenhang ist und kein Beweis für Ursache und Wirkung.
Das Gesprochene. Nach unserer Einschätzung zählt, dass jemand im Video klar sagt, wie der Betrieb heißt, wo er sitzt, was er macht und für wen. Gesprochener Text wird zu Untertiteln und Transkripten, und die sind für Suchmaschinen und KI-Dienste lesbar. Dafür muss der Ton sauber sein.
Bevor Sie irgendetwas ändern, sollten Sie wissen, wo Sie stehen. Das kostet eine Stunde und kein Geld. Schreiben Sie fünf bis zehn Fragen auf, die ein Kunde stellen würde, der Sie noch nicht kennt. Also eher „Wer baut in der Nähe von Ulm Wintergärten mit Statiknachweis?“ oder „Welche Lohnfertiger in Süddeutschland machen Laserschneiden ab Stückzahl eins?“.
Stellen Sie jede Frage in zwei oder drei Formulierungen, in mehreren Diensten und an verschiedenen Tagen. Die Antworten schwanken, manchmal erheblich, weil diese Systeme bei jeder Anfrage neu formulieren und teils im Netz nachsehen, teils nicht. Notieren Sie, wer genannt wird und, wenn angegeben, woher die KI ihre Information hat. Diese Liste ist Ihre Ausgangslage. Sie zeigt auch, welche Wettbewerber auftauchen und was über die gesagt wird. Das ist oft aufschlussreicher als die Frage, ob man selbst vorkommt.
Die Anbieter legen nicht offen, wie sie Namen auswählen. Es gibt aber Messungen von außen, und zwei davon sind für einen Betrieb, der über Video nachdenkt, bemerkenswert.
Das Analyseunternehmen Ahrefs wertet laufend aus, welche Websites in den KI-Übersichten von Google als Quelle genannt werden. Im Stand vom September 2026, über mehr als drei Millionen Suchanfragen aus den USA, liegt YouTube an erster Stelle, mit 22,9 Prozent der Nennungen unter den 50 häufigsten Quellen. Dahinter folgen Reddit mit 18,5 und Facebook mit 10,1 Prozent. Das sind amerikanische Suchanfragen zu allen Themen, keine deutschen zu Industrie und Handwerk. Die Größenordnung ist trotzdem ein Hinweis.
Die zweite Messung ist direkter. Im Dezember 2025 hat Ahrefs für 75.000 Marken verglichen, welche Faktoren mit ihrer Sichtbarkeit in ChatGPT, im KI-Modus von Google und in den KI-Übersichten zusammenhängen. Der stärkste Zusammenhang, mit einem Wert von etwa 0,737, bestand bei Erwähnungen auf YouTube. Knapp dahinter lagen Erwähnungen der Marke auf anderen Websites, mit Werten zwischen 0,66 und 0,71. Klassische Suchmaschinenfaktoren wie Links schnitten schwächer ab. Bemerkenswert: Bei ChatGPT war der Zusammenhang ähnlich stark, obwohl YouTube dort nur auf Platz sechs der meistzitierten Websites steht.
Ahrefs schreibt selbst deutlich dazu, dass Korrelation keine Ursache beweist. Es kann gut sein, dass Marken, über die viel geredet wird, einfach beides haben: viele Videos und viele Nennungen. Wer daraus ableitet, ein YouTube-Kanal bringe automatisch Empfehlungen in ChatGPT, liest mehr hinein, als drinsteht.
Aus den Messungen lassen sich nach unserer Einschätzung drei vernünftige Schlüsse ziehen, und keiner davon ist ein Trick.
Sagen Sie klar, was Sie machen. Eine KI kann Sie nur für eine Frage nennen, wenn irgendwo steht, dass Sie diese Frage beantworten. Viele Websites im Mittelstand beschreiben das Unternehmen, aber nicht die Aufgaben, die es für Kunden löst. „Innovative Lösungen in Metall seit 1962“ passt zu keiner Frage, die jemand stellt. „Wir fertigen Blechteile ab Stückzahl eins für Maschinenbauer im Umkreis von 150 Kilometern um Augsburg“ passt zu mehreren.
Sorgen Sie dafür, dass es nicht nur bei Ihnen steht. Die zweitstärksten Faktoren in der Ahrefs-Auswertung waren Erwähnungen auf anderen Websites. Für einen Betrieb heißt das: Branchenverzeichnisse, das Google-Unternehmensprofil, Verbandsseiten, Berichte in der Lokal- oder Fachpresse, Referenzen auf den Websites Ihrer Kunden und Partner. Je öfter dieselbe Beschreibung an unabhängigen Stellen auftaucht, desto eher passt sie in eine Antwort. Wie ein Video auf dem Google-Profil wirkt, steht im Beitrag Videos im Google-Unternehmensprofil.
Lassen Sie es aussprechen. Hier kommt das Video ins Spiel. Eine KI sieht ein Video nicht so, wie ein Mensch es sieht. Was sie verlässlich lesen kann, sind Titel, Beschreibung, Untertitel und Transkript. Ein Film, in dem nur Musik läuft und schöne Bilder aus der Halle zu sehen sind, liefert davon fast nichts. Ein Film, in dem Ihr Werkstattleiter in eigenen Worten erklärt, wie Sie heißen, wo Sie sitzen, was Sie machen und für wen, liefert genau den Text, den eine Antwort braucht. Das ist nach unserer Einschätzung der wichtigste Unterschied zwischen einem Video, das nur gut aussieht, und einem, das gefunden wird.
Daraus folgt etwas, das oft unterschätzt wird: Der Ton entscheidet mit. Automatische Untertitel sind nur so gut wie die Aufnahme. Wenn die Stimme im Hallenlärm verschwimmt, wird aus dem Ortsnamen Ihres Betriebs irgendetwas anderes, und genau dieser Fehler steht dann im Transkript. Ein Ansteckmikrofon kostet am Drehtag zwei Minuten und erspart diese Sorte Missverständnis. Wer die Untertitel ohnehin prüft und korrigiert, ist auf der sicheren Seite, dazu mehr im Beitrag Untertitel erstellen lassen.
Seit das Thema in den Chefetagen angekommen ist, gibt es Anbieter, die einen Platz in den Antworten von ChatGPT versprechen. Nach allem, was öffentlich bekannt ist, kann das niemand zusagen. Die Antworten ändern sich mit jedem Modell-Update, jeder Formulierung der Frage und teils mit jedem neuen Versuch. Wer eine Garantie gibt, verkauft etwas, das er nicht kontrolliert.
Ebenso wenig hilft es, Texte zu schreiben, die nur für Maschinen gedacht sind. Eine Website voller Stichworte, die kein Mensch lesen will, verliert die Kunden, die über Google oder eine Empfehlung kommen, und die sind nach wie vor die Mehrheit. Was einem Menschen die Frage beantwortet, beantwortet sie in aller Regel auch einer Maschine.
Wenn Videos auch für KI-Dienste auffindbar sein sollen, gehören sie an einen öffentlichen Ort mit Titel und Beschreibung. Ein Video, das nur in einer Präsentation steckt oder hinter einem Login liegt, existiert für diese Systeme nicht. YouTube ist dafür der naheliegende Ort, vor allem weil die Plattform in den Messungen so auffällig oft als Quelle auftaucht. Ob sich ein eigener Kanal darüber hinaus lohnt, steht im Beitrag Lohnt sich ein YouTube-Kanal für Unternehmen?. Wie Google Videos auf der eigenen Website erfasst, erklärt der Beitrag Video-SEO.
Der Titel ist dabei kein Nebenschauplatz. „Imagefilm 2026“ sagt einer Maschine nichts. „Blechteile in Kleinserie“ mit Firmenname und Ort in Titel und Beschreibung sagt ihr, worum es geht und wo.
Zwei Messungen reichen. Die erste ist Ihre Frageliste vom Anfang: alle drei Monate dieselben Fragen in denselben Diensten, Ergebnis notieren. Die zweite ist eine Frage an jeden neuen Kunden: Wie sind Sie auf uns gekommen? Nehmen Sie „über einen KI-Chat wie ChatGPT“ ausdrücklich als Antwortmöglichkeit dazu, sonst wird es unter „im Internet“ verbucht und Sie sehen es nie. Mehr zum Messen im Beitrag Woran merken wir, ob sich der Film gelohnt hat?
Mehr als die Hälfte der Deutschen nutzt KI, und manche fragen dort inzwischen nach dem passenden Betrieb. Ob Sie genannt werden, finden Sie heraus, indem Sie die Fragen Ihrer Kunden selbst stellen, mehrfach und in mehreren Diensten. Garantieren kann einen Platz in den Antworten niemand. Die Messungen von Ahrefs zeigen aber, dass Erwähnungen auf YouTube und auf anderen Websites auffällig eng mit der Sichtbarkeit zusammenhängen. Beschreiben Sie klar, was Sie für wen und wo machen, sorgen Sie dafür, dass das an vielen Stellen steht, und lassen Sie es in Ihren Videos von einem Menschen aussprechen, mit einem Ton, den auch eine Maschine versteht.
Starkefilme kommt einmal pro Quartal für einen Drehtag in deinen Betrieb, egal wo in Deutschland du bist. Aus einem Drehtag entstehen acht bis zehn fertige Videos pro Monat: kurze Formate für Social Media, längere für die Website, Clips für genau die Anlässe, die in diesem Artikel vorkommen. Schnitt, Untertitel und alle Formatvarianten sind dabei.
499 Euro pro Monat. Keine Vertragslaufzeit, kein Setup-Aufwand.
Unverbindlich kennenlernen →Quellen: Bitkom, Presseinformation „Ein Drittel nutzt KI mindestens einmal pro Woche“, 28.04.2026 (bitkom.org, abgerufen am 30.09.2026) · Ahrefs, „The 50 Most-Cited Websites in Google AI Overviews“, Stand September 2026 (ahrefs.com, abgerufen am 30.09.2026) · Ahrefs, „Top Brand Visibility Factors in ChatGPT, AI Mode, and AI Overviews“, 12.12.2025 (ahrefs.com, abgerufen am 30.09.2026)