Ratgeber · Drohne
Der Gesamtverband der Versicherer meldet für 2025 rund 2,6 Milliarden Euro Unwetterschäden, und im Zehnjahresschnitt steigen die Elementarschäden deutlich. Die naheliegende Frage für jeden Betrieb mit Hallenfläche: Wann hat zuletzt jemand wirklich auf das Dach geschaut?
Die Spanne liegt bei 150 bis 1.500 Euro je nach Umfang und Objektgröße. Ein Einfamilienhaus beginnt häufig bei etwa 150 Euro, ein größeres Wohn- oder Gewerbeobjekt liegt bei 400 bis 800 Euro. Einzelne Anbieter nennen Pakete ab 179 Euro für die reine Sichtprüfung.
Nein, eine Drohne sieht nur Oberflächen. Eine Wärmebildkamera kann Temperaturunterschiede zeigen, die auf Feuchtigkeit hindeuten, aber das ist ein Hinweis und kein Befund. Für die Ursache muss der Aufbau geöffnet werden.
Nein. Die Drohne liefert Bilder schneller und günstiger als Gerüst oder Hebebühne, die Bewertung der Bilder bleibt aber fachliche Arbeit. Prüfen Sie im Angebot, ob eine Auswertung enthalten ist oder nur Bildmaterial geliefert wird.
Für übliche Inspektionsflüge gilt der EU-Kompetenznachweis A1/A3, in dichter bebauter Umgebung oder mit größeren Geräten kommen weitergehende Nachweise dazu. Dazu gehört eine Haftpflichtversicherung, die Schäden am beflogenen Objekt abdeckt.
Ja, und das wird oft übersehen. Für Handwerksbetriebe sind Vorher-nachher-Aufnahmen ein starkes Verkaufsargument, für Industriebetriebe eine datierte Zustandsdokumentation. Wenn ohnehin geflogen wird, entsteht solches Material mit geringem Mehraufwand.
Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft rechnet Naturgefahrenschäden jedes Jahr zusammen. Für 2025 nennt der GDV rund 2,6 Milliarden Euro für Sturm, Hagel, Blitz und Starkregen. Das war ein ruhiges Jahr, etwa drei Milliarden weniger als 2024. Im ersten Halbjahr 2026 waren es 950 Millionen Euro.
Die einzelnen Jahre schwanken stark, weil ein einziger Wintersturm die Bilanz kippen kann. Interessanter ist deshalb der Zehnjahresschnitt, und der zeigt eine Richtung: Elementarschäden in der Sachversicherung sind von rund 1,4 Milliarden Euro im Zeitraum 2000 bis 2009 auf rund 2,4 Milliarden im Zeitraum 2016 bis 2025 gestiegen.
Für einen Betrieb mit Hallen, Lagerflächen und Betriebsgebäuden folgt daraus eine unbequeme Frage: Wann hat zuletzt jemand auf das Dach geschaut? Nicht vom Boden aus, sondern wirklich darauf.
Der praktische Vorteil ist schnell erzählt. Der Pilot bleibt am Boden, die Kamera erfasst die Fläche in wenigen Minuten aus mehreren Perspektiven, und niemand muss auf ein Dach steigen, dessen Zustand gerade unbekannt ist. Gerüst und Hebebühne entfallen, und damit der größte Kostenblock einer klassischen Begehung.
Was dabei entsteht, sind hochauflösende Bilder, je nach Ausrüstung Wärmebilder und in aufwendigeren Fällen ein dreidimensionales Modell der Fläche. Anbieter liefern das als Bericht mit Bildbelegen, teilweise ergänzt um Reparaturlisten oder Modulkarten bei Photovoltaik.
Die Kosten liegen nach übereinstimmenden Angaben mehrerer Anbieter zwischen 150 und 1.500 Euro. Eine visuelle Inspektion am Einfamilienhaus beginnt häufig bei etwa 150 Euro, ein größeres Wohn- oder Gewerbeobjekt liegt bei 400 bis 800 Euro. Einzelne Anbieter nennen Pakete ab 179 Euro für eine hochauflösende Sichtprüfung und ab 199 Euro für einen Sturmcheck.
Eine Drohne sieht Oberflächen. Sie misst keine Feuchtigkeit. Diese Einschränkung steht bei seriösen Anbietern selbst in den Beschreibungen, und sie ist entscheidend für die Erwartung.
Ein durchfeuchteter Dachaufbau unter einer optisch intakten Bahn bleibt auf dem Bild unsichtbar. Eine Wärmebildkamera kann Temperaturunterschiede zeigen, die auf Feuchtigkeit hindeuten, aber das ist ein Hinweis und kein Befund. Wer die Ursache wissen will, kommt um eine Öffnung des Aufbaus nicht herum.
Ebenso wenig ersetzt die Aufnahme die fachliche Bewertung. Ein Bild zeigt einen Riss. Ob dieser Riss in zwei Jahren zum Schaden führt oder seit fünfzehn Jahren unverändert dort ist, entscheidet niemand aus der Luft. Die Drohne verkürzt den Weg zur Information, sie ersetzt nicht den, der sie liest.
Wer eine Inspektion beauftragt, sollte deshalb im Angebot nachlesen, ob eine fachliche Auswertung enthalten ist oder nur Bildmaterial geliefert wird. Beides ist legitim, aber es ist nicht dasselbe, und der Preisunterschied erklärt sich meist genau daraus.
Der gewerbliche Drohnenflug ist in der EU einheitlich geregelt. Für die üblichen Inspektionsflüge gilt der EU-Kompetenznachweis A1/A3, für dichter bebaute Umgebungen oder größere Geräte kommen weitergehende Nachweise dazu. Seriöse Anbieter legen das unaufgefordert vor.
Der zweite Punkt ist die Versicherung. Eine Haftpflicht, die Schäden am beflogenen Objekt einschließt, gehört zum Standard eines gewerblichen Anbieters. Fragen Sie danach, bevor jemand über Ihre Halle fliegt, nicht danach.
Der dritte Punkt betrifft Ihr eigenes Gelände. Über dem eigenen Betriebsgelände zu fliegen ist einfacher als über fremdem Grund, aber nicht voraussetzungslos. Sobald Nachbargrundstücke, Verkehrswege oder Personen ins Bild oder in die Flugbahn geraten, ändert sich die Lage. Wir haben das an anderer Stelle ausführlicher behandelt, in unserem Beitrag zu Drohnenaufnahmen auf dem Firmengelände.
Eine Inspektion endet mit einem Bericht, der abgeheftet wird. Dabei liegt in den Aufnahmen mehr, als der Anlass hergibt.
Für einen Dachdecker- oder Bedachungsbetrieb ist das Material vor allem eines: der Beweis. Ein Kunde, der den Schaden auf seinem eigenen Dach sieht, diskutiert nicht über die Notwendigkeit der Reparatur. Vorher-nachher-Aufnahmen derselben Fläche sind das überzeugendste Verkaufsargument, das ein Handwerksbetrieb haben kann, und sie kosten nichts extra, wenn ohnehin geflogen wird.
Für einen Industrie- oder Logistikbetrieb ist es Dokumentation. Der Zustand einer Halle zu einem bestimmten Datum, belegt mit Bildern, ist im Streitfall mit einer Versicherung mehr wert als jede Erinnerung. Und ein Flug über das Gelände liefert nebenbei Aufnahmen, die in Bewerbungsvideos, auf der Website und in Kundenpräsentationen funktionieren.
Wenn Sie ohnehin jemanden mit einer Drohne auf dem Gelände haben, lohnt die Frage, ob im selben Termin Material für andere Zwecke mit entsteht. Der Aufbau ist derselbe, die Genehmigungslage ist geklärt, und der Mehraufwand beschränkt sich auf zusätzliche Flugminuten. Getrennt beauftragt kostet dasselbe Material den doppelten Anfahrtsweg.
Der klarste Anlass ist ein Sturm. Nach einem Unwetter zählt vor allem Geschwindigkeit, weil ein gelöstes Blech oder eine offene Naht innerhalb weniger Wochen zu einem Schaden führt, der ein Vielfaches kostet. Eine Drohne ist am selben Tag über der Fläche, während ein Gerüst Tage braucht.
Der zweite Anlass ist die Übernahme oder Anmietung einer Immobilie. Wer eine Halle übernimmt, übernimmt ihr Dach mit. Ein datierter Bildbestand zum Zeitpunkt der Übergabe erspart später die Diskussion, wann ein Schaden entstanden ist.
Der dritte ist die geplante Photovoltaikanlage. Bevor jemand Module auf eine Fläche rechnet, sollte klar sein, wie lange die Dachhaut darunter noch hält. Eine Anlage, die nach fünf Jahren für eine Dachsanierung abgebaut werden muss, verdirbt jede Wirtschaftlichkeitsrechnung.
Nicht lohnt sich der Flug, wenn ohnehin saniert wird. Dann liefert die Inspektion eine Information, die keine Entscheidung mehr ändert. Und er lohnt sich nicht als jährliche Routine ohne Anlass. Ein Flachdach verändert sich langsam, jährliche Bilder ohne Ereignis dazwischen zeigen meist dasselbe.
Bei Inspektionsaufnahmen gibt es einen Unterschied, der im Angebot selten steht und über die Brauchbarkeit entscheidet: die Auflösung am Objekt.
Zwei Anbieter fliegen dieselbe Halle in derselben Zeit. Der eine bleibt in dreißig Metern Höhe und erfasst die Fläche in wenigen Überflügen. Der andere fliegt tiefer, näher und in engeren Bahnen. Auf den Bildern des ersten sieht man, dass eine Naht auffällig ist. Auf denen des zweiten sieht man, ob sie offen ist.
Für die Auswertung ist das der ganze Unterschied. Ein Bild, auf dem man einen Verdacht erkennt, führt zu einer zweiten Begehung. Ein Bild, auf dem man den Zustand erkennt, führt zu einem Angebot. Fragen Sie deshalb nicht nach der Anzahl der Aufnahmen, sondern danach, wie groß ein Detail auf dem Bild noch erkennbar ist.
Dasselbe gilt für die Wärmebildaufnahme. Sie funktioniert nur, wenn zwischen Dachaufbau und Umgebung ein Temperaturunterschied besteht, also in den frühen Morgenstunden oder abends nach Sonnenuntergang. Ein Thermografieflug mittags bei praller Sonne liefert bunte Bilder ohne Aussage.
Ist eine fachliche Auswertung enthalten oder nur Bildmaterial? Der häufigste Grund für Missverständnisse beim Preis.
Welche Nachweise und welche Versicherung liegen vor? Kompetenznachweis und Haftpflicht, beides vor dem Flug.
Wird auch thermografisch geflogen? Wärmebild ist ein Aufpreis und braucht passende Witterung, meist frühmorgens oder abends. Wer es mitten am sonnigen Mittag anbietet, hat es nicht verstanden.
Bekomme ich die Rohaufnahmen? Für die spätere Verwendung als Dokumentation oder in eigenen Videos entscheidend. Steht selten automatisch im Angebot.
Wie lange dauert der Bericht? Nach einem Sturm zählt jeder Tag, weil Folgeschäden entstehen und Versicherer Fristen setzen.
Starkefilme kommt einmal pro Quartal für einen Drehtag in deinen Betrieb, egal wo in Deutschland du bist. Aus einem Drehtag entstehen acht bis zehn fertige Videos pro Monat: kurze Formate für Social Media, längere für die Website, Clips, die in Angeboten und Kundengesprächen funktionieren. Schnitt, Untertitel und alle Formatvarianten sind dabei.
499 Euro pro Monat. Keine Vertragslaufzeit, kein Setup-Aufwand.
Unverbindlich kennenlernen →Hinweis: Dieser Artikel ist sorgfältig recherchiert und mit Quellen belegt, er ist aber keine Rechtsberatung. Für Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität können wir keine Gewähr übernehmen. Rechtslagen ändern sich und Einzelfälle liegen oft anders, als eine allgemeine Darstellung es abbilden kann. Im Zweifel gehört die Bewertung in fachkundige Hände.
Quellen: GDV, "950 Millionen Euro Schäden durch Naturgefahren im ersten Halbjahr 2026" sowie GDV-Naturgefahrenbilanz 2025 (gdv.de, abgerufen 2026); BMI Group, "Dachinspektion mittels Drohne: Vorteile, Ablauf & Kosten" (bmigroup.com, abgerufen 2026); skyzr.com, "Dachinspektion mit Drohne: Vorteile, Kosten & Ablauf" (abgerufen 2026); drohnen.de, "Drohne zur Dach- und PV-Inspektion 2026" (abgerufen 2026); engels-bedachungen.de und tobias-haustechnik.de, Ratgeberbeiträge zu Ablauf und Preisen (abgerufen 2026).