Ratgeber · September 2026 · Lesezeit 9 Minuten
Die Frage nach dem Minutenpreis ist verständlich. Sie klingt nach einer Einheit, mit der sich Angebote endlich vergleichen lassen, so wie ein Kilopreis im Supermarkt. Stellt man sie den Preistabellen der Branche, bekommt man allerdings keine Zahl, sondern ein Streubild. Die Filmproduktion eigenart nennt für einen Imagefilm von 90 bis 120 Sekunden 4.000 bis 6.000 Euro und für zwei bis drei Minuten 6.000 bis 12.000 Euro. Im selben Beitrag steht der Satz, der die ganze Rechnung entwertet: Die Länge sei gar nicht der entscheidende Preisfaktor.
Es gibt keinen belastbaren Minutenpreis. Rechnet man gängige Branchentabellen auf die Minute um, landet man je nach Paket zwischen rund 667 und 8.333 Euro. Diese Spanne von mehr als dem Zwölffachen entsteht nicht durch die Länge, sondern durch die Zahl der Drehtage und den Aufwand danach.
Die Filmproduktion eigenart nennt 4.000 bis 6.000 Euro für eine Budgetproduktion mit einem Drehtag, 6.000 bis 12.000 Euro für eine Standardproduktion mit zwei Drehtagen und 12.000 bis 25.000 Euro und mehr für eine Premiumproduktion. Hill Productions setzt die Untergrenze für kleine Produktionen bei 1.000 bis 5.000 Euro an und nennt für den Mittelstand 3.000 bis 10.000 Euro.
Weil der Aufwand um den Dreh herum fast gleich bleibt. Anfahrt, Aufbau, Licht, Ton und Abstimmung fallen an, egal ob am Ende 40 Sekunden oder vier Minuten daraus werden. Derselbe Fixaufwand verteilt sich dann auf weniger Laufzeit.
Die Zahl der Drehtage ist der größte Posten. eigenart nennt 2.000 bis 4.000 Euro für einen Drehtag und 4.000 bis 8.000 Euro für zwei. Dazu kommen zusätzliche Drehorte mit 500 bis 2.000 Euro je Ort, Schauspieler mit 600 bis 2.000 Euro pro Tag und Person sowie Musik und Sounddesign, die von 300 Euro bis über 10.000 Euro reichen.
Ja, wenn der Umfang ehrlich klein bleibt. Wir produzieren einen fertigen Imagefilm bis zu einer Minute zum Festpreis von 990 Euro. Das ist kein gedrückter Marktpreis, sondern ein anderer Zuschnitt: ein Drehort, ein kompakter Drehtag, klar gezogene Grenzen.
Zwei Filmproduktionen haben ihre Preise öffentlich gemacht, und beide sind detailliert genug, um damit zu rechnen.
eigenart teilt in drei Kategorien: Budget mit 4.000 bis 6.000 Euro für 90 bis 120 Sekunden, einen Drehtag und ein kleines Team. Standard mit 6.000 bis 12.000 Euro für zwei bis drei Minuten und zwei Drehtage. Premium mit 12.000 bis 25.000 Euro und mehr für drei bis fünf Minuten plus Kurzversionen bei drei bis vier Drehtagen.
Hill Productions nennt für den Gesamtmarkt 1.000 bis 50.000 Euro und für kleine und mittlere Unternehmen 3.000 bis 10.000 Euro. Ein kleines Budget von 1.000 bis 5.000 Euro bedeutet dort einen Drehtag, einfachen Schnitt und 60 bis 90 Sekunden Film.
Jetzt die Umrechnung, die eigentlich niemand macht. Ein Budgetfilm von 90 Sekunden für 4.000 Euro kostet 2.667 Euro pro Minute. Ein Premiumfilm von fünf Minuten für 12.000 Euro kostet 2.400 Euro pro Minute, also weniger. Ein Standardfilm von zwei Minuten für 12.000 Euro kostet 6.000 Euro pro Minute. Und ein Premiumfilm von drei Minuten am oberen Rand mit 25.000 Euro kommt auf 8.333 Euro pro Minute. Am unteren Ende der Skala liegt ein 90-Sekunden-Film für 1.000 Euro bei 667 Euro pro Minute.
Zwischen 667 und 8.333 Euro liegt der Faktor zwölf. Das ist keine Preisspanne mehr, mit der sich etwas vergleichen ließe. Das ist Rauschen.
Der Grund steht in derselben Tabelle. eigenart nennt als größten Kostentreiber die Drehtage: 2.000 bis 4.000 Euro für einen, 4.000 bis 8.000 Euro für zwei. Der Preis verdoppelt sich mit dem zweiten Drehtag, nicht mit der zweiten Minute.
Aus einem einzigen Drehtag lassen sich 40 Sekunden schneiden oder vier Minuten. Das Material ist dasselbe, die Kosten sind dieselben, nur die Entscheidung im Schnitt ist eine andere. Wer nach Minutenpreis vergleicht, misst also nicht den Aufwand, sondern eine Schnittentscheidung.
Das führt zu einer unangenehmen Folge. Wer Angebote nach dem Minutenpreis sortiert, belohnt systematisch den Anbieter, der lange schneidet. Ein Imagefilm, der drei Minuten dauert, weil das rechnerisch günstiger aussieht, ist kein besserer Film. Er ist ein längerer Film, und die meisten Zuschauer steigen vorher aus.
Die Länge eines Imagefilms sollte sich danach richten, was zu erzählen ist, und nicht danach, wie die Kalkulation aussieht. Wenn dein Betrieb in 70 Sekunden erzählt ist, ist ein Film von 70 Sekunden der richtige Film.
Wenn nicht die Minuten, was dann? Die veröffentlichten Aufstellungen sind sich weitgehend einig:
Die Animation ist die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Sie wird pro Sekunde bezahlt, weil jede Sekunde einzeln hergestellt werden muss. Bei allem, was mit einer Kamera aufgenommen wird, ist das nicht so. Dort kostet der Tag, nicht die Sekunde.
Musik und Ton stehen in der Aufstellung zwischen 300 und über 10.000 Euro. Diese Spanne verrät, wie unterschiedlich ernst der Ton genommen wird, und sie ist der beste Hinweis darauf, wo bei einem billigen Angebot gespart wurde.
Bild verzeiht erstaunlich viel. Ein etwas flaues Bild, ein leicht unruhiger Schwenk, ein Schatten an der falschen Stelle: Das nimmt ein Zuschauer als Stil hin, oft ohne es zu bemerken. Beim Ton funktioniert das nicht. Ein halliger Besprechungsraum, das Rauschen eines Kameramikrofons aus drei Metern Entfernung oder eine Klimaanlage im Hintergrund wirken nie wie eine Entscheidung. Sie wirken wie ein Fehler, und zwar sofort.
Dazu kommt, dass sich Ton kaum reparieren lässt. Ein zu dunkles Bild kann man aufhellen, Farben lassen sich angleichen, ein Ausschnitt lässt sich verschieben. Hall dagegen bleibt. Er ist Teil der Aufnahme, kein Filter, der sich abziehen ließe. Wer den Ton am Drehtag verpasst, hat ihn endgültig verpasst.
Deshalb lohnt sich eine unscheinbare Frage an jeden Anbieter: Wie wird der Ton aufgenommen? Wenn die Antwort auf das Mikrofon in der Kamera hinausläuft, weißt du, welche Sorte Film du bekommst. Ansteckmikrofone oder eine Angel kosten wenig und entscheiden mehr über den professionellen Eindruck als die Kamera davor.
Diese sechs Fragen machen Angebote tatsächlich vergleichbar, weil sie den Umfang klären statt das Ergebnis zu messen:
Die letzte Frage wird am häufigsten vergessen und ist oft die teuerste. Ein Imagefilm, der nur in einer Länge existiert, lässt sich auf genau einem Kanal einsetzen. Aus demselben Material entstehen ohne zusätzlichen Drehtag mehrere Fassungen.
Wir nennen unsere Sätze offen, damit sich überhaupt etwas vergleichen lässt. Ein Drehtag mit einem Kameramann kostet bei uns 1.000 Euro, der Redakteur an Interviewtagen 500 Euro, ein Schnitttag 1.000 Euro. Das sind Komplettpreise: Kamera, Objektive, Licht, Ton und Stative sind enthalten, eine Technikmiete kommt nicht obendrauf. Wer fremde Tagessätze danebenlegt, sollte prüfen, ob dort die Technik schon eingerechnet ist, denn meistens ist sie es nicht.
Für kleine Produktionen gibt es einen Festpreis: ein fertiger Imagefilm bis zu einer Minute für 990 Euro. Das ist kein gedrückter Marktpreis, sondern ein anderer Zuschnitt. Ein Drehort, ein kompakter Drehtag, ein klar begrenzter Schnitt. Wer drei Drehorte und Schauspieler braucht, landet auch bei uns in den Größenordnungen, die oben in den Tabellen stehen.
Wenn du deinen konkreten Fall durchrechnen willst, geht das im Kostenrechner in fünf Fragen, ohne Anmeldung und ohne Formular. Er rechnet mit denselben Sätzen, die hier stehen.
Starkefilme kommt einmal pro Quartal für einen Drehtag in deinen Betrieb, egal wo in Deutschland du bist. Aus einem Drehtag entstehen acht bis zehn fertige Videos: kurze Formate für Social Media, längere für die Website, Clips für Angebote und Kundengespräche. Schnitt, Untertitel, alle Formatvarianten: alles dabei.
499 Euro pro Monat. Keine Vertragslaufzeit, kein Setup-Aufwand.
Unverbindlich kennenlernen →Quellen: eigenart Filmproduktion, "Imagefilm Kosten 2026" (eigenart-filmproduktion.de, abgerufen September 2026), Preistabelle mit Budget 4.000 bis 6.000 Euro für 90 bis 120 Sekunden, Standard 6.000 bis 12.000 Euro für zwei bis drei Minuten, Premium 12.000 bis 25.000 Euro und mehr, dazu Drehtage 2.000 bis 4.000 Euro, zusätzliche Locations 500 bis 2.000 Euro, Schauspieler 600 bis 2.000 Euro pro Tag und Person, Animation 200 bis 500 Euro pro Sekunde, Musik und Sound 300 bis über 10.000 Euro sowie die Aussage, dass die Videolänge nicht das Hauptpreismerkmal ist; Hill Productions, "Imagefilm Kosten 2026" (hill-productions.de, abgerufen September 2026), Gesamtmarkt 1.000 bis 50.000 Euro, Fokus kleine und mittlere Unternehmen 3.000 bis 10.000 Euro, kleines Budget 1.000 bis 5.000 Euro bei 60 bis 90 Sekunden, Kostenverteilung Vorproduktion 10 bis 20 Prozent und Postproduktion 25 bis 40 Prozent. Die Minutenpreise sind eigene Umrechnungen aus diesen veröffentlichten Spannen. Die Tagessätze von Starke Filme stehen öffentlich auf der Seite zum Kostenrechner.